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Sauerstofftherapie nach Prof. Ardenne und Biofeedback

Sauerstoff ist Leben! Der Mensch kann wochenlang ohne Nahrung überleben, tagelang ohne Wasser existieren, stirbt aber nach 3 Minuten ohne Sauerstoff. Mit Biofeedback lernt der Patient seine Körperfunktionen aktiv zu beeinflussen.

Das Lebenselixier Sauerstoff ist der Treibstoff der Körperzellen. Der Dresdner Prof. Manfred von Ardenne entdeckte, dass die Sauerstoffaufnahme und Verwertung mit zunehmendem Alter und bei Krankheiten auf weniger als die Hälfte unserer Jugend abnimmt. Belastungen wie körperlicher oder seelischer Stress, Bewegungsmangel, Übergewicht, Rauchen, Alkohol und Umweltschadstoffe verringern die Sauerstoffaufnahme. Die Sauerstoffverwertung kann stark verbessert werden, wenn man dem Körper über eine gewisse Zeit den Sauerstoff im Übermaß anbietet (4- bis 5-mal mehr als inder normalen Luft). Die besonderen chemischen Eigenschaften des Sauerstoffs werden von der Naturheilkundein der Sauerstofftherapie, Ozontherapie und hämatogenen Oxidationstherapiezur Heilung und Vorbeugung von Krankheiten genutzt. Langzeiteffekte können bei geschwächten, kranken und älteren Personen erzielt werden, da bei ihnen der Sauerstoffmangel der Zellen besonders ausgeprägt ist.

Sauerstoff- und medikamentöse Inhalationstherapie

Die erhöhte Sauerstoffzufuhr oder eine Therapie mit Sole und/oder Aerosolen erfolgt entweder in Ruhe oder über eine Inhalation durch eine Maske bei aktiver Bewegung auf einem Fahrradergometer (Motomed-Therapie). Geeignet für Patienten, die unter erheblichem Konditionsmangel leiden, gleichzeitig aber unter erhöhtem Stress stehen und eine zu niedrige Sauerstoffkonzentration im Blut aufweisen. Bei der medikamentösen Inhalationstherapie werden Medikamente in Gasform mit dem Sauerstoff mit inhaliert.

Biofeedback - Körperfunktionen beeinflussen lernen

Biofeedback-Geräte können über Oberflächen-Elektroden Muskelaktivitäten erfassen, verstärken und in sicht- und hörbare Signale übersetzen. So aufbereitet, ist es für den Menschen möglich den Zustand seiner Muskelspannung zu erkennen und sie in eine gewünschte Richtung zu verändern. Was für die Muskelaktivität gilt, ist auch auf andere Funktionen wie Atmung, Hauttemperatur, Hautleitfähigkeit, Gehirnaktivität, Blutdruck und Puls übertragbar. Um eine Körperfunktion dem Bewusstsein zugänglich zu machen, geschieht das im Allgemeinen durch Töne (Klangfarbe, Tonstärke- oder Tonhöhe) oder Visualisierungen (z. B. Zeiger- oder Balkengrafiken). Der Patient versucht durch diese Rückkopplung eine Verbesserung der Regulation durch aktive Kontrolle zu erzielen.

Anwendungsmöglichkeiten des Biofeedback:

  • Schmerzsyndrome (chronischer Rückenschmerz, Migräne, Kopfschmerz)
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Durchblutungsstörung (Morbus Raynaud)
  • Angst- und Panikstörungen
  • funktionelle Störungen
  • psychosomatische Beschwerden
  • Inkontinenz