
Thermotherapie: Kälte- und Wärmetherapie
Wärme, aber auch Kälte wird seit Jahrhunderten zur Behandlung von bestimmten Krankheiten eingesetzt. Die überlieferten Methoden wurden modifiziert und werden heute in Form von z.B. Kaltgastherapien oder speziellen Wärmepackungen im Rahmen einer Schmerztherapie erfolgreich angewendet.
Mit -180°C gegen den Schmerz!
Im Nuhr Medical Center wird dem Gewebe mit speziellen Maßnahmen Temperatur entzogen. Anwendungen mit einer Temperatur unter 0° C werden als Kryotherapie bezeichnet, jene darüber als Kältetherapie. Mit ihr erreicht man eine lokale Unterkühlung des Gewebes zu therapeutischen Zwecken. Kälteanwendungen haben auf den Körper eine schmerzlindernde Wirkung und schränken die Nervenleitgeschwindigkeit ein.
Wie wirkt Kälte?
Die Kältetherapie nutzt die Tatsache, dass sich Blutgefäße bei Kältereizen zusammenziehen, die Muskeln angespannt werden, der Flüssigkeitsaustritt aus Blut- und Lymphgefäßen verringert und die Haut schwächer durchblutet wird. Durch eine verringerte Körpertemperatur wird die Aktivität der Entzündungsmediatoren gehemmt. Da die Reflexe des Nervensystems bei Kälte generell herabgesetzt sind, nimmt auch die Schmerzempfindung unter der Haut, beispielsweise in den Gelenken und Muskeln, ab. Lang andauernde Kältereize vermindern die Muskelaktivität, die Muskelspannung wird gesenkt und Verkrampfungen werden aufgelockert.
Wann wird Kältetherapie/Kaltgastherapie eingesetzt?
Bei der Kaltgastherapie wird die Kälte durch verdampfenden Stickstoff gewonnen. Die trockene Kälte eignet sich auch für kälteempfindliche Patienten! Einsatzgebiete der Kaltgastherapie sind muskuloskelettale Störungen wie akute Wirbelsäulen- und Gelenkbeschwerden. Nach Operationen, Bänder-, Gelenk- und Muskelverletzungen, verschleißbedingten Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen, spastischen Muskelverspannungen oder bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises im Rahmen einer Schmerztherapie werden Kälteanwendungen empfohlen.
Wie wirkt Wärme?
Grundlage der Wärmetherapie ist, dass sich die Blutgefäße bei Wärmezufuhr weiten und somit die Durchblutung gefördert wird. So entspannen sich die Muskeln und die Nervenbahnen werden entlastet. Durch Wärmezufuhr wird außerdem die Produktion von Stresshormonen reguliert und der Zellstoffwechsel angeregt.
Munari
Munari besteht aus Tonerde, schmerzlinderndem Cayennepfeffer und Senföl und wird zur Wärmetherapie bei jeder Art von Schmerzen, Muskelverspannungen und degenerativen Erkrankungen eingesetzt.
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